Haarausfall: Abklärung und Behandlung beim Hautarzt in Dortmund-Hörde

Erst die Ursache, dann die Behandlung. Trichoskopie, Blutwerte, Mesotherapie und PRP aus einer Hand.

Wann Sie Haarausfall abklären lassen sollten


Mehr Haare in der Bürste, ein breiterer Scheitel, eine Kopfhaut, die durchschimmert: Haarausfall verunsichert, und er hat sehr unterschiedliche Ursachen. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von der Ursache ab. Deshalb klären wir sie zuerst.

Lassen Sie Ihren Haarausfall abklären, wenn eines der folgenden Zeichen zutrifft:

• Der verstärkte Haarausfall hält länger als drei Monate an.

• Das Haar fühlt sich insgesamt dünner an, oder die Kopfhaut schimmert an einzelnen Stellen durch.

• Der Scheitel wird breiter, oder die Geheimratsecken und der Oberkopf lichten sich.

• Es entstehen umschriebene kahle Stellen.

• Die Kopfhaut juckt, schuppt, brennt oder ist gerötet.

• In der Familie gibt es erblichen Haarausfall, und Sie möchten früh gegensteuern.


Unser Vorgehen: fachärztliche Abklärung vor jeder Behandlung, digitale Trichoskopie mit Fotodokumentation und Verlaufsmessung, Behandlung und Kontrolle in einer Hand.


Welche Formen es gibt


Diffuser Haarausfall: Das Haar wird gleichmäßig am ganzen Kopf dünner, meist zwei bis drei Monate nach einem Auslöser. Dazu zählen Stress und starke Belastungsphasen, einseitige Ernährung oder Diäten, Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Infekte, Operationen, die Umstellung nach einer Geburt oder Haarroutinen, die Haar und Kopfhaut belasten.


Erblich bedingter Haarausfall: Die häufigste Form des dauerhaften Haarausfalls. Die Haarwurzeln reagieren überempfindlich auf ein Abbauprodukt des Testosterons und schrumpfen, aus kräftigen Haaren werden über Jahre feine, kurze Haare. Bei Männern zeigt sich das an Geheimratsecken und Oberkopf, bei Frauen an einem breiteren Scheitel. Bei Frauen kann auch er zunächst wie ein diffuser Haarausfall aussehen. Die Trichoskopie hilft, beides zu unterscheiden.


Kreisrunder Haarausfall: Umschriebene kahle Stellen, bei denen das Immunsystem die Haarwurzeln angreift. Er ist eine Erkrankung. Welche Behandlung in Frage kommt, besprechen wir im Einzelfall in der Sprechstunde.


So läuft die Abklärung ab


  1. Gespräch: Seit wann, wie viel, welche Medikamente, welche Belastungen in den letzten Monaten?
  2. Untersuchung der Kopfhaut: Als Zusatzleistung bieten wir die digitale Trichoskopie an, eine Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop. Sie zeigt, ob die Haare unterschiedlich dick sind, ob feine Haare die kräftigen ersetzen, ob Haarfollikel leer bleiben oder ob die Kopfhaut entzündet ist. Wir dokumentieren den Befund mit Fotos und können Haardichte und Haardicke an einer festgelegten Stelle vermessen, damit sich der Verlauf später in Zahlen vergleichen lässt.
  3. Blutwerte, wenn der Befund es nahelegt: Eisen und Schilddrüse, Vitamin D, Vitamin B12, Folsäure und Zink, beim erblichen Haarausfall auch ein Hormonstatus.
  4. Behandlungsplan: Auslöser und Nährstoffmängel, die sich beheben lassen, gehen wir zuerst an. Danach besprechen wir, ob und welche Behandlung der Kopfhaut für Sie sinnvoll ist.


Trichoskopie der Kopfhaut bei Haarausfall in der Hautarztpraxis Dortmund-Hörde
Beispiel einer Haarmessung mit Kennwerten zu Haardichte, Haardicke und Haarmenge

Unsere Behandlungen

Mesotherapie der Kopfhaut


Für wen: Diffuser Haarausfall, etwa nach Stress, Diät, Infekt oder Geburt, solange die Haarwurzeln noch vorhanden sind.


Wir bringen eine Wirkstoffmischung mit sehr feinen Nadeln direkt in die Kopfhaut ein, dorthin, wo die Haarwurzel in etwa vier Millimetern Tiefe liegt. Shampoos und Tinkturen erreichen diese Ebene nicht. Die Mischung enthält Panthenol, Koffein, Troxerutin, Cumarin, Silizium und einen Vitaminkomplex. Ziel ist es, die Versorgung der Haarwurzel und die Durchblutung der Kopfhaut zu verbessern.


• Ablauf: Einstieg mit vier Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Wochen, dann gemeinsame Zwischenbilanz. Die vollständige Serie umfasst acht Sitzungen, danach genügen zwei Auffrischungen im Jahr.

• Dauer: etwa 15 Minuten je Sitzung.

• Was Sie erwarten können: Kopfhaar wächst etwa einen Zentimeter im Monat, neues Haar ist deshalb frühestens nach einigen Wochen sichtbar. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser. Bei einer seit Jahren bestehenden Glatze wirkt die Behandlung nicht.

• Mögliche Nebenwirkungen: Einstichschmerz, vorübergehende Rötung und Juckreiz der Kopfhaut, Blutergüsse, seltener allergische Reaktionen. In Schwangerschaft und Stillzeit behandeln wir nicht.

Schematische Darstellung der Mesotherapie der Kopfhaut am Haarfollikel

PRP, die Behandlung mit Eigenblut


Für wen: erblich bedingter Haarausfall, solange noch Haarfollikel vorhanden sind. Außerdem unterstützend im Rahmen einer Haartransplantation.


PRP steht für plättchenreiches Plasma. Wir nehmen Ihnen eine kleine Menge Blut ab und bereiten sie in einem geschlossenen, sterilen Röhrchensystem auf. Dabei werden die Blutplättchen angereichert und die roten Blutkörperchen abgetrennt. Blutplättchen sind ein Speicher für Wachstumsfaktoren. Diese Botenstoffe regen nach dem bisherigen Stand der Forschung die Zellen der Haarwurzel an. Das Plasma bringen wir mit feinen Nadeln in die Kopfhaut ein. Weil es aus Ihrem eigenen Blut stammt, sind Abstoßungsreaktionen nicht zu erwarten.


• Ablauf: Basiskur mit drei Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen, danach eine Auffrischung alle drei bis vier Monate.

• Dauer: etwa 30 Minuten je Sitzung.

• Was Sie erwarten können: Ziel ist es, den Haarausfall zu verringern und die Haardichte zu verbessern. Erste Veränderungen zeigen sich erfahrungsgemäß nach zwei bis drei Monaten. Nicht jeder spricht auf die Behandlung an, und wo keine Haarfollikel mehr sind, wächst auch mit PRP kein Haar.

• Mögliche Nebenwirkungen: Schmerzen bei der Injektion, Rötung, kleine Blutergüsse und ein vorübergehendes Spannungsgefühl.

Schema der PRP-Aufbereitung: Blutentnahme, Zentrifugation und Injektion

Was Sie selbst tun können


Pflege hält den Haarausfall nicht auf, aber sie schont das vorhandene Haar: mildes Shampoo, lauwarmes Wasser, nicht heiß föhnen, keine straffen Zöpfe.


Kosten


Mesotherapie und PRP sind Selbstzahlerleistungen, die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten nicht. Trichoskopie und Blutabnahme werden gesondert berechnet. Sie erfahren alle Kosten vor der Behandlung. Privatversicherte klären die Kostenübernahme bitte vorab mit ihrer Versicherung.


Häufige Fragen

  • Tut die Behandlung weh?

    Die Kopfhaut reagiert unterschiedlich empfindlich. Wir verwenden sehr feine Nadeln. 

  • Kann ich danach direkt arbeiten gehen?

    Ja. Die Kopfhaut kann kurzzeitig gerötet sein. Blutergüsse sind möglich, aber selten.

  • Was muss ich vor und nach der Behandlung beachten?

    Kommen Sie mit gewaschenen Haaren. Nehmen Sie blutverdünnende Medikamente oder regelmäßig Schmerzmittel ein, sagen Sie uns das bitte vorab. Setzen Sie nichts selbst ab. Nach der Mesotherapie bitte 24 Stunden nicht färben, keine Dauerwelle, keine Sauna und kein Vollbad. Nach PRP bitte 48 Stunden die Haare nicht waschen und zehn Tage auf Sport, Sauna und Schwimmbad verzichten. 

  • Was ist der Unterschied zwischen Mesotherapie und PRP?

    Bei der Mesotherapie verwenden wir eine Wirkstoffmischung, bei PRP Ihr eigenes, aufbereitetes Blutplasma. Die Mesotherapie setzen wir bei diffusem Haarausfall ein, PRP vor allem bei erblich bedingtem Haarausfall. Welches Verfahren für Sie in Frage kommt, besprechen wir nach der Untersuchung.

  • Wie lange hält die Wirkung von PRP?

    Erblich bedingter Haarausfall bleibt als Veranlagung bestehen. Deshalb folgen auf die Basiskur Auffrischungen alle drei bis vier Monate. 

  • Zahlt die Kasse das?

    Mesotherapie und PRP bei Haarausfall nicht, das sind Selbstzahlerleistungen. Privatversicherte klären die Kostenübernahme bitte vorab mit ihrer Versicherung.

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Wenn Ihr Haarausfall Sie beunruhigt, lassen Sie ihn abklären.

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