Warum der Herbst die beste Zeit für Laserbehandlungen ist

18. September 2026

Im Sommer rate ich von den meisten Laserbehandlungen ab. Im Herbst ändert sich das. Der Grund ist einfach: Laser und Sonne vertragen sich schlecht.


Was die Sonne mit der Laserbehandlung zu tun hat

Ein Laser wirkt, indem bestimmte Zielstrukturen in der Haut sein Licht aufnehmen: der Farbstoff in einem Pigmentfleck, das Blut in einem erweiterten Äderchen, das Wasser im Narbengewebe. Gebräunte Haut enthält mehr Melanin. Dieses Melanin nimmt einen Teil der Laserenergie auf, die eigentlich für das Ziel gedacht war. Die Behandlung wird dadurch ungenauer, und das Risiko für Nebenwirkungen steigt.


Dazu kommt die Zeit nach der Behandlung. Frisch gelaserte Haut reagiert empfindlich auf UV-Licht. Trifft in den ersten Wochen viel Sonne auf die behandelte Stelle, kann sich dort eine dunkle Verfärbung bilden, eine sogenannte postinflammatorische Hyperpigmentierung. Sie ist harmlos, kann aber monatelang sichtbar bleiben. Konsequenter Lichtschutz ist deshalb nach jeder Laserbehandlung Pflicht, und der gelingt zwischen Oktober und März deutlich leichter als im Juli.


Welche Behandlungen sich jetzt anbieten

Pigmentflecken und Altersflecken. Mit dem Pikosekundenlaser lassen sich gutartige Pigmentflecken gezielt behandeln. Vor jeder Behandlung steht die Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop. Ein Fleck, der nicht eindeutig gutartig ist, wird nicht gelasert, sondern abgeklärt.


Erweiterte Äderchen und Couperose. Der Gefäßlaser erwärmt gezielt das Blut in den kleinen Gefäßen, die sich daraufhin verschließen. Meist sind mehrere Sitzungen im Abstand einiger Wochen sinnvoll.


Narben und Hautstruktur. Der fraktionierte Erbium:YAG-Laser setzt feine, kontrollierte Reize in der Haut und regt so den Umbau des Gewebes an. Aknenarben und Operationsnarben können dadurch flacher und unauffälliger werden. Die Haut braucht danach einige Tage Ruhe.


Fruchtsäurepeeling. Kein Laser, aber dieselbe Logik: Auch nach einem Peeling ist die Haut lichtempfindlicher. Die dunkle Jahreszeit ist dafür die richtige.


Warum Sie nicht bis Februar warten sollten

Viele Laserbehandlungen bestehen aus mehreren Sitzungen mit Pausen von vier bis acht Wochen. Wer im Oktober beginnt, hat die Behandlung in der Regel abgeschlossen, bevor die Sonne im Frühjahr wieder kräftiger wird. Wer im Februar beginnt, muss häufig im Mai unterbrechen.


Was ein Laser nicht kann

Nicht jeder Fleck ist ein Fall für den Laser, und nicht jede Narbe verschwindet. Wie viele Sitzungen nötig sind und welches Ergebnis realistisch ist, hängt vom Hauttyp, vom Befund und von der Vorbehandlung ab. Das bespreche ich mit Ihnen vor der ersten Sitzung, ebenso die möglichen Nebenwirkungen wie Rötung, Schwellung, Krusten oder vorübergehende Farbveränderungen. Laserbehandlungen aus ästhetischem Anlass sind Selbstzahlerleistungen.


So geht es weiter

Wenn Sie eine Laserbehandlung für diesen Winter planen, vereinbaren Sie einen Beratungstermin über unsere Online-Terminbuchung oder telefonisch unter 0231 431036.


Mehr zu den Verfahren finden Sie auf unserer Seite zur Lasermedizin.


PD Dr. med. Schapoor Hessam, Facharzt für Dermatologie und Venerologie